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Indoktrination oder Innovation?

Der Unterrichtsfilm als neues Lehrmedium im Nationalsozialismus

Verena Niethammer

Keywords: Filmpädagogik; Lehrmedium; Nationalsozialismus; RfdU/RWU; Unterrichtsfilm; visuelle Stereotype

Indoctrination or Innovation? Educational Film as a New Teaching Medium under National Socialism

Seit 1934 wurden im Deutschen Reich von einer zentralen Stelle, der Reichsstelle für den Unterrichtsfilm (RfdU) und seinem Nachfolger der Reichsanstalt für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (RWU), stumme, schwarz-weiße Unterrichtsfilme als Lehrmedien für allgemeinbildende Schulen hergestellt. Von der filmpädagogischen Diskussion begleitet, entwickelt die Filmgattung bereits in ihrer Frühzeit spezifische Erzähl- und Darstellungsweisen, bei denen innovative Filmtechniken und Verfahren zum Einsatz kommen. Aufgrund der Entstehungszeit zwischen 1934 bis 1944 werden die RWU-Filme heute verdächtigt, primär der Indoktrination der Schüler gedient zu haben. In diesem Beitrag wird anhand ausgewählter Unterrichtsfilme und unter Berücksichtigung der RWU-Gesamtproduktion dargelegt, dass – obwohl kaum direkte Spuren von nationalsozialistischer Ideologie auszumachen sind – ein zweiter Blick auf den damaligen Film als Lehrmedium nötig ist. Mit Hilfe filmanalytischer Verfahren werden hier wiederkehrende Themen und visuellen Stereotype ausgemacht, welche die Einstellungen der Zielgruppe prägen konnten.

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